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Im Gschwader entsteht moderner Schulraum für alle

Wer derzeit am Schulhaus Gschwader vorbeikommt, erblickt eine grosse Baustelle. Was passiert da genau? Wir datieren Sie auf.

Nicoas Mennel & Petra Loser

Seit Januar 2026 rollen auf dem Areal des Schulhauses Gschwader die Bagger. In einem Jahr wird hier ein moderner Lern- und Begegnungsort für Klein und Gross stehen. Die Turnhalle wird erneuert, die schulergänzende Betreuung erhält mehr Platz und die Aussenräume werden aufgewertet. Davon profitieren ab Anfang 2027 nicht nur die Schulkinder, sondern auch die Bevölkerung.

Möchten Sie mehr über das Endprodukt erfahren? Dann lesen Sie unbedingt weiter.

Mehr Raum für Sport und Betreuung

Das Turnhallengebäude aus dem Jahr 1962 wird umfassend saniert, erweitert und an heutige Standards angepasst. Erdbebensicherheit und Energieeffizienz werden deutlich verbessert und eine Photovoltaikanlage produziert künftig Strom. Ausserdem ermöglicht ein Lift den hindernisfreien Zugang ins Obergeschoss. So entsteht eine moderne und nachhaltige Sport-Infrastruktur für Schule und Vereine.

Ebenfalls erweitert wird der Raum für die Mittagsbetreuung. An Spitzentagen besuchen diese über 80 Kinder, und die Nachfrage steigt. Die heutigen Räume sind zu klein und entsprechen nicht mehr den Anforderungen.

Mit dem Umbau werden die Betreuungsflächen erweitert sowie Küche, Toiletten und Büros neu organisiert. Gleichzeitig entstehen flexibel nutzbare Räume, die ausserhalb der Betreuungszeiten als Gruppenräume oder Lernateliers dienen.

Auf einen Klick: Visualisierung und Vergangenheit des Schulhauses Gschwader
Auf einen Klick: Visualisierung und Vergangenheit des Schulhauses Gschwader

Attraktiver Aussenraum für alle

Auch rund um das Gebäude verändert sich viel. Entlang des Sportplatzes entsteht ein geschützter Laubengang, der bei Sonne und Regen genutzt werden kann. Treppenstufen zum Sportplatz bilden eine kleine Tribüne zum Sitzen, Zuschauen und Spielen.

Der Pausenplatz wird ebenfalls teilweise neugestaltet und erhält zusätzliche Spielgeräte sowie mehr Grün: Drei Baumgruppen sorgen künftig für Schatten und ein angenehmes Klima an heissen Sommertagen.

Diese aufgewerteten Aussenräume stehen ausserhalb der Schulzeiten auch der Bevölkerung offen.

«Kinder brauchen Raum, um sich draussen zu bewegen, zu spielen und die Welt zu entdecken.»

Freut sich auf die neue Infrastruktur, die das gemeinsame Spielen an der frischen Luft fördert: Patricia Bernet, Präsidentin der Primarschule Uster.

Das Schulhaus Gschwader zeigt, wie Schulentwicklung heute gedacht wird: Flexible Innenräume, nachhaltige Bauweise und sorgfältig gestaltete Aussenbereiche greifen ineinander. Für Schulpräsidentin Patricia Bernet ist besonders das Lernen im Freien zentral: «Kinder brauchen Raum, um sich draussen zu bewegen, zu spielen und die Welt zu entdecken. Deshalb investieren wir bewusst in attraktive Aussenräume.»

Ein Projekt mit Rückhalt in der Bevölkerung

Das Bauprojekt geht auf den Volksentscheid vom 24. November 2024 zurück. Mit 69 Prozent Ja-Stimmen wurde der Baukredit von 11,57 Millionen Franken deutlich angenommen.

Das neue Gebäude der Schuleinheit Gschwader ist als gemeinschaftliches Projekt gedacht. Sportvereine erhalten eine zeitgemässe Infrastruktur, und die Aussenräume stehen ausserhalb der Schulzeiten auch der Bevölkerung offen.

Richtplan und Schulentwicklung

Bewusst in attraktive Aussenräume zu investieren, entspricht auch den Zielen des neuen Richtplans der Stadt Uster, über den am 14. Juni 2026 abgestimmt wird. Er schafft die Grundlage für die langfristige Schulraumentwicklung. Wird er abgelehnt, bleibt der Richtplan von 1984 bestehen. Dieser trägt den heutigen Anforderungen an die Schulraumentwicklung nur teilweise Rechnung.

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